Rückblick auf das Jahr 2018

Das vergangene Jahr war für mich vor allem ein Jahr des Loslassens, auch wenn das nicht geplant war. Prägende Entwicklung war, dass ich nach über 10 Jahren meinen Lehrauftrag an der TH Köln aufgegeben habe, nachdem es dort nun einen dedizierten Professor zum Thema mobiler Anwendungen gibt. Endlich, müsste man sagen, denn in diesem Bereich hatte die TH lange nichts außer meinen Kurs vorzuweisen. Diesen habe ich auch äußerst gerne gemacht, und falls sich eine Gelegenheit ergibt, werde ich bestimmt wieder etwas in diese Richtung machen. Für den Moment bin ich aber auch einfach mal froh meine Ressourcen anderweitig verplanen zu können. Denn arbeitsintensiv war die Sache schon.

Außerdem losgelassen habe ich das Journalismus-Fernstudium, dass ich schon seit viel zu vielen Jahren vor mir her geschoben und nie wirklich ernsthaft abgeschlossen habe. Das entwickelte sich vor allem zu einem Kostenfaktor, denn die jährlichen Verlängerungen waren nicht günstig. Und für ein Hobby-Projekt zog es sich letzten Endes einfach zu lange hin. Trotzdem denke ich, dass es meinen Erfahrungsschatz zum Thema Journalismus spürbar erweitert hat, und ich lese immer noch gerne in den Schulungsunterlagen.

Außerdem war es sowieso an der Zeit beim Thema Schreiben die Praxis wieder mehr in der Vordergrund zu rücken. So hatte ich schon im Herbst 2017 wieder angefangen für die web & mobile developer zu schreiben, für die ich schon 2011/2012 geschrieben und es sehr genossen hatte. Leider habe ich mich damals dafür entschieden mich auf zwei Buchprojekte zu konzentrieren, was leider schief gegangen ist. (Eine lange Geschichte.) Meiner Motivation zum Schreiben hat das einen spürbaren Dämpfer gegeben. So habe ich mehrere Jahre gebraucht um aus meinem Motivationstief wieder heraus zu kommen. (Ob das eine klassische Schreibblockade gewesen ist?)

Nach einem guten Neustart in 2017 hatte ich für 2018 eine gewisse Regelmäßigkeit geplant und das mit 6 veröffentlichten Artikeln auch erfolgreich umgesetzt. In 2019 möchte ich ungefähr das selbe Niveau halten und im Durchschnitt jeden zweiten Monat eine Veröffentlichung schaffen. Arbeiten möchte ich dabei an der Regelmäßigkeit meiner Schreib-Arbeit. Denn habe ich bisher eher Sprint-artig gearbeitet (keine Zeit, ich muss den Artikel fertig bekommen!) und damit das Familienleben ein wenig zu stark belastet, so möchte ich dieses Jahr täglich mindestens eine Viertelstunde zu den Tasten greifen. Und wie heißt es so schön, der stete Tropfen höhlt den Stein. Wenn alles gut läuft, danke schaffe ich es vielleicht auch endlich einmal ein wenig mehr Leben in dieses Blog hier zu bringen. Aber das soll nicht der Fokus sein.

Ein Highlight im Kalender war die SwiftConf, die ich dieses Jahr nicht nur besucht, sondern wo ich auch im Orga-Team tätig gewesen bin, nachdem Stuff, der langjährige Organisator, 7P verlassen und auch die Konferenz an seine Nachfolger übergeben hat. Zum Glück hatten meine Kollegen das schonmal gemacht, ich hatte nämlich von nichts eine Ahnung. – Jedenfalls war die Konferenz ein voller Erfolg. Für das erste Jahr darf ich also zufrieden sein zumindest nichts verbockt zu haben… 😎

Große Freude bereitet mir außerdem weiterhin das Fotografieren. Mittlerweile ist es schon fast zur Gewohnheit geworden, Unterwegs eine Kamera dabei zu haben, und sie auch zu benutzen. Auf diese Weise ist mir schon der ein oder andere Schnappschuss gelungen. Ich arbeite mich weiter durch Theorie und Technik, und so soll es 2019 auch entspannt weiter gehen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Jahr 2018 für mich privat ein gutes Jahr war. Zum Glück gab es keine größeren Katastrophen, der Familie ging und geht es gut, die Arbeit macht mir Spaß und ich mache spannende Sachen nebenbei. Am meisten freut es mich, dass ich wieder so toll zum Schreiben gefunden habe.

Ich wünsche ein frohes Neues Jahr und viel Erfolg bei dem, was Ihr Euch so vorgenommen habt!

Auf dem Cover!

Als kleines Winter-Doppelpack gibt es von mir einen Zweiteiler zum Thema ARKit 2. Der erste Teil „Mit großen Schritten voran“ ist schon in Ausgabe 12/2018 erschienen und nur noch online (mit Abo) zu sehen. Der zweite Teil „Virtuell gemeinsam“ steht gerade in Ausgabe 1/2019 am Kiosk.

Behandelt werden die Neuerungen, die mit ARKit 2 eingeführt worden sind. Im ersten Teil geht es um die verbesserte Bilderkennung und das Tracking von Bildern, sowie die Erkennung von 3D-Objekten und dem Vorgang, um diese so zu scannen, dass sie wiedererkannt werden können. Und das alles ist alleine mit einem iOS-Gerät möglich. Im zweiten Teil geht es dann um das Thema Sharing. Die virtuellen Welten werden persistent gespeichert und wiederhergestellt, und dann mit Hilfe des Multipeer Connectivity-Frameworks miteinander verbunden und eine gemeinsame Szene erzeugt, die von mehreren Teilnehmern verändert werden kann. Natürlich wird alles sehr praxisnah mit konkreten Beispielen behandelt. Die Demos findet ihr wie immer auf GitHub.

Als kleines Schmankerl bin ich bei Ausgabe 12/2018 auch noch mit Bild auf dem Cover gewesen. Darf ich jetzt so ganz offiziell sagen, ich bin auf dem Cover eines Magazins gewesen? Ich bin berühmt! 😉

Feature über ARKit in der web & mobile developer

In der web & mobile developer 7/2018 sind dieses Mal gleich zwei Artikel von mir im Heft-Feature zum Thema ARKit in der Praxis. Konkret sind das die Neuerungen von ARKit 1.5 und Face Tracking mit der TrueDepth-Kamera, die wie gewohnt leider nur für Abonnenten vollständig online verfügbar sind.

Mit dabei ist ein Cameo von Töchterchen Leonie, die sichtlich Spaß mit den Flaggen-Tatoos hatte…

Den Einheiten auf der Spur

In der web & mobile developer 5/2018 gibt es einen Artikel von mir zum Thema Measurement-API. Einer interessanten Lösung zum Kapseln von Werten und Einheiten zu Messwerten, welche schon 2016 Einzug in Foundation gehalten hat, seinerzeit aber ein wenig untergegangen ist.

Für Abonnenten ist der Artikel online verfügbar. Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe findet Ihr hier oder natürlich das Magazin im gut sortierten Zeitungskiosk in Eurer Nähe.

Mein Ultimativer Apple Watch Use Case

Ist das Auto-Unlock-Feature der Macs. Das verwende ich täglich unzählige Male und an mehreren Maschinen, und dabei funktioniert es immer schnell und zuverlässig.

Wenn ich die Uhr untypischer Weise mal nicht am Arm habe, dann fällt mir das am Mac immer zuerst auf. Wie langsam so eine Passwort-Eingabe doch ist…

Artikel in der web & mobile developer

In den Jahren 2011 und 2012 habe ich einmal eine ganze Reihe von Magazin-Artikeln geschrieben und viel Spaß dabei gehabt, doch dann kamen andere Projekte dazwischen und die Zeit reichte nicht aus. Seit dieser Zeit hing ich der Idee nach, endlich wieder damit anzufangen. Und letztlich habe ich mir dann endlich einen Ruck gegeben und wieder Kontakt mit der web & mobile developer aufgenommen, für die ich auch damals schon geschrieben habe.

Tja, und vor einigen Wochen habe ich dann schon den dritten neuen Artikel abgegeben und genieße es sehr. Der alte Schwung war gleich wieder da und die Ideen sprudeln. Und wieder einmal zeigt sich, wie ein kleiner Ruck und ein winziger Funken ausreicht um das alte Feuer wieder ans Lodern zu bringen. Warum habe ich überhaupt so lange Pause gemacht?

Passend zu meinem Job und der Ausrichtung des Magazins, schreibe ich über alle Themen aus dem Apple-Universum, die mir spannend vorkommen. Veröffentlicht habe ich schon Artikel über Drag & Drop und über Core ML & Vision. Ein Artikel über das Codable-System von Swift 4 wird Anfang nächsten Jahres erscheinen. Und dabei soll es nicht bleiben! Für das Jahr 2018 habe ich mir einiges vorgenommen.

Die Magazine der web & mobile sind im gut sortierten Zeitungskiosk erhältlich. Wer eine elektronische Version bevorzugt, kann einzelne Ausgaben nach Registrierung auch in der iOS-App erwerben. Auch online sind sie lesbar, die vollständigen Artikel sind allerdings hinter der Paywall der web & mobile verborgen. Die Artikel lassen sich leider nicht einzeln kaufen, nur ein Abo bringt einen weiter.

Vielleicht mag der ein oder andere mal rein schauen. Ich würde mich freuen!

Bubblet

Auf einem Vintage-Kanal auf YouTube hat sich doch tatsächlich jemand mein altes Spiel Bubblet angeschaut.

Bubblet habe ich 1999 für Windows entwickelt und veröffentlicht. Und wenn es auch finanziell nicht unbedingt ein Erfolg war, so habe ich immerhin locker 500.000 Downloads geknackt und damit so einigen Spielern eine Menge Freude bereitet. Ich bekomme heute manchmal noch E-Mails deswegen.

Leider läuft es auf den heutigen Windows-Versionen nicht mehr, da Microsoft verschiedene alte APIs eingestellt hat, die Bubblet verwendet hat. Ich wollte immer mal eine moderne Version machen. Mal schauen, ob ich mir irgendwann mal die Zeit dafür nehme.

Vielen Dank, The Rarest Gamer, das Video hat eine Menge schöner Erinnerungen wieder hoch geholt. ?

Das Ende der Zwangsrouter

So ein Kabelanschluss ist schon was tolles. Kabel Deutschland (heute Vodafone) hat hier im Ort schon 100 MBit/s angeboten, da war bei der Telekom von der großen Ausbau-Initiative noch nicht einmal etwas zu erahnen. Mittlerweile werden gar 200 MBit/s oder sogar 400 MBit/s zu bezahlbaren Preisen angeboten. Alles super, könnte man meinen, aber da hat man noch nicht die Bekanntschaft mit dem Zwangsrouter von Vodafone gemacht. Ein Billig-Modem wie es im Buche steht. Software-Qualität findet man woanders und auch der Einfallsreichtum zum Abkassieren findet keine Grenzen. WLAN? Kostet 2 Euro im Monat. Das Modem ist so schlecht, du möchtest lieber ein ordentliches? Kein Problem, für nur 5 Euro im Monat schicken wir dir eine FritzBox, die funktioniert. Und nach kurzer Zeit hast du sie auch doppelt und dreifach bezahlt. Toll, nicht? Ach, du möchtest lieber ein eigenes Modem verwenden? Nein, das geht nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder seine eigene, brauchbare Hardware verwenden würde.

Zum Glück war man bei der Bundesnetzagentur anderer Meinung, und so gab es zum 1. August 2016 eine Gesetzesänderung, mit der der Routerzwang abgeschafft wurde. Das bedeutet zwar nicht, dass die Zugangsanbieter ihre Kunden nicht mehr nerven dürfen, und auch die Hardware kann den Kunden noch aufgezwungen werden, der Kunde hat aber jetzt das Recht eigene Hardware einzusetzen.

Wie so viele Kunden habe ich unter dem Billig-Router von Vodafone sehr gelitten. Die dauernden Verbindungsabbrüche und Neustarts zermürben die ganze Familie. Entsprechend groß war die Hoffnung auf Besserung, als ich die FritzBox 6490 Cable bestellt habe. AVM war mit dieser der erste Anbieter, der ein Modem für den Kabelanschluss frei verkäuflich im Handel anbietet.

Zur Einrichtung ist ein Aktivierungscode notwendig, den man vom Zugangsanbieter erhält. Bei neuen Verträgen soll dieser ungefragt ausgehändigt werden, doch Bestandskunden erhalten ihn nicht automatisch. Er muss dann beim Anbieter angefordert werden. (Bei Vodafone geht das zum Beispiel hier.)

Hat man den Aktivierungscode, dann geht die Installation der FritzBox reibungslos vonstatten. Bei den FritzBoxen ist man das ja auch gewöhnt. Also Billig-Box ab- und die neue Box angesteckt, kurz eingerichtet, fertig. Und seitdem herrscht Ruhe und Gelassenheit im Hause Klein, denn die FritzBox hat uns seitdem nicht enttäuscht. Keine Abstürze, keine Instabilitäten, keine Probleme. Die Kiste läuft einfach und wir sind glücklich.

Danke, liebe Bundesnetzagentur!

Thimbleweed Park

Als Kind der 80er und 90er Jahre sind die Point & Click Adventures natürlich nicht an mir vorbei gegangen. Auch nach so vielen Jahren sind Indy 4, Monkey Island 2 und Day of the Tentacle immer noch absolute Lieblings-Spiele von mir. Entsprechend groß war die Freude, als sich Ron Gilbert und Gary Winnick via Kickstarter daran machten Geld einzusammeln um ein neues Point & Click Adventure im alten Stil zu entwickeln. Inklusive pixeliger 2D-Grafik und 80er-Jahre-Feeling, aber mit moderner Technik.

Nach den üblichen Verspätungen haben sie nun mit Thimbleweed Park ein phänomenales Spiel abgeliefert, welches sich zweifelsfrei in die Reihe der Adventure-Legenden einreihen darf. In der letzten Zeit spiele ich nur noch sehr wenig, aber Thimbleweed Park habe ich in kurzer Zeit gleich zweimal durchgespielt und kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal so viel Spaß mit einem Spiel gehabt habe.

In diesem Sinne kann ich dem geneigten Adventure-Spieler Thimbleweed Park sehr ans Herz legen. Es kostet 20 Euro und ist erhältlich für Mac, Windows, Linux, Xbox One und bald auch für iOS, Android und die Nintendo Switch. Ich wünsche viel Spaß-a-Reno!